Schüler wollen bei der deutschen Meisterschaft „Spaß haben“ Mittlerweile traditionell schließt der Nachwuchs die Inlinehockeysaison ab. Im vierten Jahr in Folge nimmt nun schon mindestens ein Team an den Endrundenturnieren um die deutsche Nachwuchsmeisterschaft teil. In diesem Jahr sind dies die Schüler- und die Juniorenmannschaft.
Dabei wird es für die Schüler (Altersklasse U13), die sich am Freitagnachmittag auf den Weg nach Bochum machen, schon fast zur Routine. Zum dritten Mal in Folge ist die Mannschaft nun schon dabei – allerdings in dieser Saison erstmals „nur“ als bayerischer Vizemeister. Im Finale um die bayerische Krone war man im Sommer dem TV Augsburg (0:8) unterlegen.
Klar, dass Trainer Andreas Schmidhuber, der im Gegensatz zu einigen seiner Spieler zum ersten Mal bei einem solchen Turnier dabei ist, seine Mannschaft beim Turnier am Samstag nur in einer Außenseiterrolle sieht. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir nur Vizemeister sind. Wir wissen, wie stark Augsburg ist und traditionell gehören die Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen ja zu den Favoriten.“
Neben dem bayerischen Meister nehmen auch der NRW-Champion Crefelder SC sowie Vize Ahauser SV teil, die erst am vergangenen Wochenende das Finale ausspielten (zwei klare Siege für Crefeld). Das Sechserfeld komplettieren Titelverteidiger Bissendorfer Panther (Meister Niedersachsen) sowie die Rhein-Main Patriots (Meister Hessen).
Was ist also drin für die Attinger Jungs? „Vielleicht schaffen wir es ins Spiel um Platz drei, das wäre toll und ein riesiger Erfolg“, sagt Schmidhuber. Dieses Spiel bestreiten der Dritt- und Viertplatzierte der Vorrunde. „Unser vorrangiges Ziel ist es aber, bei diesem Turnier Spaß zu haben, so wie das zuletzt auch in der Vorbereitung der Fall war.“
Beim letzten Testspiel konnte die Mannschaft schon einmal überzeugen und gewann gegen die Deggendorf Pflanz mit 15:0. „Wir haben in den letzten Wochen gut trainiert und sind fit“, sagt Schmidhuber. „Auch hat mir gefallen, dass wir uns in der Defensive verbessert haben. Offensiv sind wir ohnehin stark.“ Insgesamt 16 Spieler und damit doppelt so viele wie Vorgänger Jürgen Amann im vergangenen Jahr wird Schmidhuber aufbieten können, als die Mannschaft Platz vier erreichte. „Wir können also Vollgas geben.“ Für viele wird es gleichzeitig ein Abschied von der Schülermannschaft sein, da sie im kommenden Jahr in der Altersklasse Jugend spielen. |