Rückblick auf die deutsche Meisterschaft


„Ziele muss man haben, sonst kommt man nicht weit“, hatte Attings 1. Bürgermeister Robert Ruber bei der Aufstiegsfeier der Herrenmannschaft in die 1. Liga gesagt. Diese Worte nahm sich die Schülermannschaft des Vereins zu Herzen und holte am Samstag sensationell Platz drei bei der deutschen Meisterschaft in Bochum.

Denn als bayerischer Vizemeister war man im Sechserfeld eigentlich nur Außenseiter. Dennoch hatte Trainer Andreas Schmidhuber vor dem Turnier vom kleinen Finale geträumt. Außerdem wollte man Spaß haben. Aus Spaß wurde Ernst – und Erfolg. Nach zwei Vorrundensiegen gegen Titelverteidiger Bissendorf (4:0) und den bayerischen Meister TV Augsburg (5:2) hatte man sich für das kleine Finale gegen die Rhein-Main Patriots (Hessen) qualifiziert.

„Mit denen hatten wir nach der 0:1-Vorrundenniederlage noch eine Rechnung offen“, sagte Schmidhuber. Diese wurde dann auch beglichen. Zwar standen die Hessen extrem defensiv, der starke Goalie konnte aber dennoch viermal überwunden werden – zur großen Freude der vielen mitgereisten Eltern. 4:3 hieß es am Ende, der Anschlusstreffer der Patriots fiel erst acht Sekunden vor dem Ende. „Deshalb war der Sieg trotz des knappen Ergebnisses auch nie gefährdet“, so Schmidhuber.

Vielleicht wäre an diesem Tag sogar noch mehr für die Mannschaft aus Atting drin gewesen. Knackpunkt aus Sicht des Trainers war das Vorrundenspiel gegen den späteren Zweiten Ahaus. „Zweimal wurde uns ein Tor aberkannt, unter anderem der scheinbare Ausgleich zum 2:2. Als wir dann in den letzten 90 Sekunden den Torhüter vom Feld nahmen bekamen wir das 1:3.“

Das brachte die Mannschaft ein wenig aus dem Konzept und so verlor man auch das folgende Spiel gegen die Rhein-Main Patriots. „Wir waren eigentlich die komplette Spielzeit überlegen und drückten ständig auf das Tor“, sagte Schmidhuber. „Doch deren Torwart wurde nicht zu Unrecht zum besten des Turnier gewählt.“ Und weil vorne nichts reinging, kassierte man bei einem Konter das einzige Gegentor zum 0:1. Danach war der große Traum vom Finale endgültig geplatzt. Durch das 4:0 gegen Bissendorf konnte man sich aber immerhin für das kleine Finale qualifizieren, lediglich gegen den späteren Meister Crefelder SC bezog man eine klare 1:6-Niederlage.

Eine Genugtuung war bereits das erste Spiel des Turniers. Dort konnte man gegen den TV Augsburg erfolgreich Revanche für die 0:8-Niederlage im Finale um die bayerische Meisterschaft nehmen. „Das Spiel begann zwar mit dem 0:1 nach erst acht Sekunden schlecht, aber wir haben uns zurückgekämpft“, so Schmidhuber. „Durch Teamgeist und Zusammenhalt haben wir uns das 5:2 verdient.“

Somit geht für viele Spieler der Schülermannschaft nun eine erfolgreiche Ära zu Ende. Der Großteil wechselt in die Altersklasse Jugend. „Das war ein toller Abschluss für eine tolle Saison“, zog Schmidhuber Bilanz. Alle Spieler bekamen zur Erinnerung eine Urkunde, Kapitän Moritz Eisenschink wurde als bester Spieler ins All-Star-Team gewählt.

Die Ergebnisse: Atting – Augsburg 5:2, Atting – Crefeld 1:6, Atting – Ahaus 1:3, Atting – Rhein-Main Patriots 0:1, Atting – Bissendorf 4:0, Atting – Rhein-Main Patriots 4:3.

Die Mannschaftsaufstellung: Albert – Eisenschink (1/0), Lauerer (3/0), Bauer (2/1), M. Schneider (0/1), Schäfer, Groß (5/3), Voll (0/2), Gruchot (1/0), Nissen, L. Schneider, Herbold, Babl, Meier (1/0), Eberhardt (2/1), Penzkofer (0/1).