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Derbyniederlage in Augsburg: Der Wunsch blieb ein Traum (mb) Welt der Wünsche stand auf der Bande an der Spielerbank des IHC Atting am Samstag in Augsburg. Der Wunsch nach dem ersten Bundesliga-Sieg blieb allerdings ein Wunsch-Traum, denn nach gutem Start verloren die Wölfe das packende und gutklassige Derby mit 5:11 (3:0, 1:5, 1:6).
Dabei sagt das Ergebnis vor der für ein Derby enttäuschenden Zuschauerkulisse von nur 80 Fans – allein die Hälfte war aus Atting angereist – wenig über den Spielverlauf und die Kräfteverhältnisse. Denn nach 20 Minuten führte der Außenseiter sensationell mit 3:0 und bis zur 37. Minute hielt er ein 4:2.
„Wir haben das erste Drittel dominiert, im zweiten sehr gut mitgehalten und das letzte Drittel verpennt“, fasste Torhüter Tobias Meier das Spiel zusammen. Taktisch diszipliniert, nah am Mann und meist einen Schritt schneller, spielte die Attinger Mannschaft eine schnelle 3:0-Führung heraus. Hinten stand man sicher, klärte immer wieder den Ball und konnte die Augsburger bei Tempogegenstößen überraschen.
„Die Augsburger wirkten im ersten Drittel auf uns schon relativ überrascht und verzweifelt“, sagte Meier weiter. Was sie auch versuchten, Attings Defensive stand sicher. Überraschend und nicht unbedingt verdient, schafften sie aber dann mit zwei schnellen Toren bis zur 25. Minute den Anschluss zum 2:3. Beide Male protestierten die Attinger, dass ein Foul vorausgegangen sei, die Schiedsrichter wollten allerdings die Torchance nicht abpfeifen. Erst am Sonntag stellte sich heraus, dass Christoph Eisenschink bei einer dieser Aktionen das Jochbein gebrochen wurde. Allerdings waren dies auch die einzigen strittigen Szenen, einer ansonsten recht fairen Partie. Als Fabian Hillmeier aber wenig später auf 4:2 erhöhte, kehrte erst einmal wieder Ruhe ein.
Bis zur 37. Minute: Unter den Augen von Nationaltrainer Manfred Schmitz und Junioren-Co-Nationaltrainer Christian Keller drehten die Augsburger dann nämlich auf. Nun saßen die Pässe zentimetergenau und auch die Schüsse trafen ihr Ziel. Goalie Meier und seine Defensive sahen sich einem wahren Sturmlauf ausgesetzt, der nun nicht mehr zu bremsen war. Bis zum Drittelende stand ein 4:5-Rückstand auf der Anzeigentafel.
Was viele der mitgereisten Attinger Fans dann vermuteten, trat dann im Schlussdrittel auch ein. Augsburg gab weiter Gas und erzielte Tor um Tor: „Auf der kleinen Fläche geht es eben ganz schnell. Ein Fehler und der Ball ist im Tor“, so Meier, der nach dem Treffer zum 4:9 in der 47. Minute Platz für Junioren-Nationalgoalie Alexander Herzog machte, der noch etliche starke Paraden zeigte, aber ebenfalls noch zweimal hinter sich greifen musste.“
„In der entscheidenden Phase ist uns einfach die Kraft ausgegangen“, resümierte Coach Markus Alzinger. „Am Anfang war ich sehr mit der Leistung zufrieden, aber beim Skaterhockey reichen schon wenige Minuten, um ein Spiel zu verlieren, besonders auf einem kleinen Feld.“
Trost gab es von Nationaltrainer Keller: „Wenn die Mannschaft weiter so spielt wie in Augsburg, braucht sie vor niemandem Angst haben. Auf der großen Fläche in Straubing wird so manches Team arge Probleme haben.“ In zwei Wochen erwartet der IHC das ebenfalls noch sieglose Kaarst am Pulverturm. Vielleicht wird ja dann der Wunsch nach dem ersten Bundesliga-Sieg wahr.
Augsburg: Fuchs – Klundt, Markovic, Sponagl, Dietrich; Gläsel, Hnida, F. Nies, Fettinger, Kozlovsky, M. Nies, Gerstberger, Stadler;
Atting: Meier (ab 46:50 Herzog) - F. Tkocz, Bernhard, Schick, Hiendl, Deichslberger, Mar. Rothhammer; Hillmeier, P. Tkocz, Mat. Rothhammer, Kuhnle;, Eisenschink, Raidl;
Tore:0:1 (3:19) Mat. Rothhammer, 0:2 (5:19) P. Tkocz (Hillmeier, 4-3), 0:3 (18:06) F. Tkocz, 1:3 (23:47) F. Nies (Fettinger), 2:3 (25:56) Gläsel (Gerstberger, 3-3), 2:4 (26:34) Hillmeier (Schick, 3-3), 3:4 (36:50) Hnida (Gerstberger), 4:4 (38:47) Gläsel (M. Nies, 4-3), 5:4 (39:18) Dietrich (F. Nies), 6:4 (40:58) Gläsel (Klundt), 7:4 (44:20) Markovic (Fettinger), 8:4 (45:10) M. Nies (Kozlovsky), 9:4 (46:50) Gläsel (Fettinger), 10:4 (51:30) Kozlovsky (Sponagl), 10:5 (52:20) Mat. Rothhammer, 11:5 (58:10) Stadler (Fettinger);
Schiedsrichter: Gehrig (Heilbronn), Forster (Bochum); Strafminuten: Augsburg 11, Atting 15; Zuschauer: 80;
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