Schweres Auswärtswochenende: Spiele in Köln und Uedesheim


In der vergangenen Woche ist das hintere Drittel der 1. Skaterhockey-Bundesliga Süd wieder enger zusammengerückt. Das heißt für den IHC Atting, dass dringend Punkte eingefahren werden sollten. Ausgerechnet jetzt aber steht das schwere Auswärtswochenende bei Meister Köln und in Uedesheim an.

Aktuell stehen die Wölfe mit drei Zählern auf Rang sieben der Tabelle, doch nach dem ersten Sieg der Crash Eagles Kaarst am Wochenende in Bräunlingen (7:2) trennen die Plätze sieben bis zehn nur noch zwei Punkte und sowohl Bräunlingen als auch Kaarst könnten am Wochenende mit Siegen an den Attingern vorbeiziehen.

Von einem Sieg am Samstag in Köln (Beginn: 19 Uhr) können die Wölfe aber wohl nur träumen. Sieben Spiele, sieben Siege, fast siebzig Tore und volle 14 Punkte – das ist die beeindruckende Bilanz des HC Köln-West. Der aktuelle deutsche Meister ist seit 2006 das Maß aller Dinge im deutschen Skaterhockey vergleichbar mit dem, was die derzeit finanziell so angeschlagenen Kölner Haie im Eishockey einmal waren.

Apropos Haie: Als SSC Kölner Haie stellten die heutigen Rheinos auch den ersten deutschen Meister. Das war im Jahr 1985. Seither sind vier weitere hinzugekommen, drei davon seit 2006, als die sieben Jahre währende Meisterserie der Duisburg Ducks durchbrochen wurde. Auch der Europapokal der Landesmeister ging 2008 in die Domstadt. „Wir sagen wie es ist: Eigentlich haben wir in Köln keine Chance“, sagt Trainer Markus Alzinger. „Da gibts nichts herumzureden. Ein Punkt wäre ein Wunder!“

Diesen einen Punkt würde der Attinger Coach allerdings gerne am Sonntag aus Uedesheim (Beginn 16 Uhr) mitnehmen. Die stark holländisch geprägte Mannschaft um Trainer Gerwin Elesen, ehemaliger Nationaltrainer der Niederlande, hat zwar erst vier Punkte aus fünf Spielen auf dem Konto, musste die Niederlagen aber allesamt gegen die drei Spitzenteams Köln (3:11), Augsburg (6:8) und Schwabmünchen (8:10) einstecken.

„Wir müssen versuchen, am Samstag mit unseren Kräften zu haushalten“, sagt deshalb IHC-Vorsitzender Thomas Raidl. „Vielleicht können wir dann etwas reißen. Ein Auswärtspunkt ist immer Gold wert.“ Elesen sieht seine Mannschaft zuhause in der Favoritenrolle, auch wenn er nach dem 9:3 gegen Kaarst dem IHC via Clubhomepage Respekt zollte. „Kaarst schlägt man nicht einfach so im Vorbeigehen mit 9:3. Ich erwarte deshalb eine läuferisch und technisch starke Attinger Mannschaft.“

Nach dem Auswärtswochenende geht es für die Wölfe dann wieder im heimischen Stadion am Pulverturm um Punkte. Ab dem 22. Mai stehen fünf Heimspiele in Serie an, darunter auch gegen die Mitkonkurrenten gegen den Abstieg, Spaichingen und Bräunlingen. Spätestens dann müssen Punkte her.