Personalsorgen zur Crunchtime: IHC Atting gehen vor Spiel gegen Spaichingen die Spieler aus Im Sport spricht man gerne von den Wochen der Wahrheit, in der Hockey-Sprache von der so genannten „Crunchtime“: Wie immer man das Ganze beim IHC Atting dieser Tage auch nennt: Fakt ist, dass der Club im Kampf gegen den Abstieg dringend Punkte braucht.
Nach den beiden Auswärtsniederlagen in Köln (5:11) und Uedesheim (6:11) und dem Fall auf den neunten und vorletzten Tabellenplatz ist die Mannschaft am heutigen Samstag im Heimspiel gegen die Badgers Spaichingen (Beginn 18 Uhr) gefordert. „Es muss unbedingt ein Sieg her“, fordert Coach Markus Alzinger. Dieser soll aber nur der Anfang sein. Denn für die Wölfe stehen nun fünf Heimspiele am Stück an. „In den nächsten drei Heimspielen brauchen wir sechs Punkte“, sagt der Coach. „Sonst wird es da unten ungemütlich.“
Denn neben Spaichingen hat man auch den Tabellenvierten aus Düsseldorf (30. Mai) und den Tabellenletzten aus Bräunlingen (12. Juni) zu Gast am Pulvertum – allesamt zumindest zu Hause machbare Aufgaben und im Falle von Spaichingen und Bräunlingen auch noch Mitkonkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib. Spaichingen hat einen Sieg mehr auf dem Konto als der IHC, datierend aus dem Hinspiel vom 27. März (7:3), Bräunlingen ist noch sieglos und punktgleich mit den Wölfen. Danach folgen noch zwei weitere Heimspiele gegen Köln und Uedesheim.
Ausgerechnet in dieser entscheidenden Phase hat Coach Markus Alzinger extreme Personalsorgen. Zum verletzten Christoph Eisenschink (Jochbeinbruch) gesellten sich nun auch noch die Stürmer Patrick Tkocz (Handverletzung), Patrick Doyle (Leiste, Einsatz fraglich) sowie Robert Kuhnle (nach Spieldauerstrafe in Uedesheim heute gesperrt) sowie Verteidiger Tim Bernhard (verhindert). Die als Stand-by-Spieler über einen Pass verfügenden Andreas Schmidhuber und Martin Witzmann sind ebenfalls nicht verfügbar.
„Wir haben möglicherweise nur neun Feldspieler, vielleicht zehn. Das wird eng“, sagt Alzinger, der deshalb am Freitag überlegte, wieder selbst die Skates zu schnüren, allerdings beim Spielgruppenleiter noch wegen einer Ausnahmegenehmigung anfragen musste, weil die Statuten ja einen Spielertrainer eigentlich nicht erlauben. Die Entscheidung über einen Einsatz wird wohl erst kurzfristig fallen.
Doch ob es nun neun oder zehn Spieler sind, die einsatzfähig sind und ob Alzinger selbst aufläuft oder nicht, eines ist klar: „Wir müssen alle zusammen kämpfen und das Spiel gewinnen“, sagt der Coach. „Diese Punkte sind verdammt wichtig.“ Es ist eben „Crunchtime“.
|