Souveräner Sieg gegen Spaichingen: Nach 10:4-Erfolg nun Tabellensechster


(mb) Soll erfüllt: Mit einem souveränen 10:4-Heimsieg gegen die Badgers Spaichingen setzte sich der IHC Atting am Samstag wieder etwas von der Abstiegszone der 1. Bundesliga ab. Allerdings täuscht der aktuell sechste Platz über den wahren Tabellenstand hinweg.

Denn in der Liga geht es weiterhin sehr eng zu. Den Vierten aus Düsseldorf – am kommenden Sonntag um 14 Uhr der nächste Heimspielgegner des IHC – und den Zehnten und damit Letzten aus Bräunlingen trennen nun, da alle Teams mehr als ein Drittel der Spiele absolviert haben, nur ganze drei Punkte. Die drei Spitzenteams aus Köln, Augsburg und Schwabmünchen können dagegen schon für die Play-offs planen.

„Der Sieg gegen Spaichingen war verdient und gleichzeitig wichtig“, sagte IHC-Coach Markus Alzinger, der vor dem Spiel das Ziel „sechs Punkte aus drei Spielen“ ausgegeben hat. Schon am Sonntag soll gegen Düsseldorf nachgelegt werden, am 12. Juni gastiert mit Bräunlingen, das am Samstag gegen Augsburg mit 2:7 verlor, der Tabellenletzte am Pulverturm. Gelingen zwei Siege, wäre das ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt.

In diesen Begegnungen hofft der Coach aber, wieder auf einen vollen Kader zurückgreifen zu können. Denn aufgrund von Sperren und Verletzungen standen ihm gegen Spaichingen nur zweieinhalb Reihen zur Verfügung. Patrick Doyle meldete sich kurzfristig zwar doch noch fit, dafür fiel schon im ersten Drittel Markus Schick mit Kreislaufproblemen aus, so dass nur noch zwei Defensivreihen zur Verfügung standen.

Doch diese erwiesen sich über weite Strecken des Spiels als sicher. Lediglich gegen Mitte des zweiten Drittels bekamen die Badgers beim Zwischenstand von 2:4 einmal kurz Oberwasser. Beide Gegentore bis dahin waren in Überzahl gefallen, aber auch der IHC hatte einmal durch Fabian Hillmeier im Powerplay getroffen.

Vorentscheidend waren dann zwei Attinger Treffer gegen Ende des zweiten Drittels. Erst ließ Patrick Doyle mit einem Rückhandschuss Goalie Martin Huber keine Chance (39.), dann war Marco Rothhammer mit seinem ersten Bundesligator zum 6:2 zur Stelle – das allerdings erst nach eingehender Beratung des Schiedsrichtergespanns Anerkennung fand.

Markus Edenhofer und Matthias Rothhammer erhöhten dann im Schlussdrittel schnell auf 8:2, bevor sich die Attinger dann zwei „Auszeiten“ gönnten. „Die beiden Gegentore danach hätte es eigentlich nicht gebraucht“, so Martin Deichslberger. „Da waren wir zu nachlässig.“ Dafür lief es danach im Sturm wieder: Der überragende Tobias Wolf mit seinem dritten sowie Marco Rothhammer mit seinem zweiten Treffer stellten den 10:4-Endstand her.

Atting: Meier – Mar. Rothhammer, F. Tkocz, Schick, Deichslberger, Raidl, Hillmeier, Hiendl, Mat. Rothhammer, Edenhofer, Wolf, Doyle;
Spaichingen: Huber (ab 40:01 Kohler) – Schlotter, Stöhr, J, Kauth, C. Kauth, Mandel, Bisceglia, Hauser, Butz, Kohn, Schlenker;
Tore: 1:0 (3:11) Wolf (Mar. Rothhammer), 1:1 (6:37) Huber (C. Kauth, 4-3), 2:1 (9:15) Hillmeier (Hiendl), 3:1 (13:43) Hillmeier (Hiendl, 4-3), 4:1 (16:08) Wolf (Doyle), 4:2 (21:46) Bisceglia (Kohn, 4-3), 5:2 (38:48) Doyle (Wolf), 6:2 (39:54) Mar. Rothhammer, 7:2 (45:46) Edenhofer (Deichslberger), 8:2 (48:42) Mat. Rothhammer (F. Tkocz, 3-3), 8:3 (52:20) Bisceglia (Hauser), 8:4 (55:42) Schlotter (Hauser), 9:4 (57:23) Wolf (F. Tkocz), 10:4 (58:23) Mar. Rothhammer (Wolf);
Schiedsrichter: Bührer (Merdingen), Puz (Augsburg);
Strafminuten: Atting 8 – Spaichingen 6;
Zuschauer: 80.