Halbzeitbilanz zufriedenstellend: Nach neun Spielen auf Platz sieben


(mb) In der 1. Skaterhockey-Bundesliga ist Halbzeit – zumindest für den IHC Atting. Neun von 18 Spielen hat der Aufsteiger ebenso wie der Großteil der Konkurrenz absolviert und mit Platz sieben bei zwei Punkten Vorsprung auf den einzigen Abstiegsplatz fällt die Bilanz zufriedenstellend aus.

Doch sie ist nur zufriedenstellend, denn eigentlich sollten die Wölfe mittlerweile auf einem gesicherten Mittelfeldplatz stehen. Hatte die Mannschaft von Coach Markus Alzinger gegen Teams wie Köln, Augsburg oder Schwabmünchen erwartungsgemäß wenig Chancen, so hätte zumindest in Bräunlingen und zu Hause gegen Düsseldorf mehr als nur ein Punkt eingefahren werden müssen. „Wir haben drei Punkte leichtfertig verschenkt“, sagt Vorsitzender Thomas Raidl. „Deshalb könnten wir eigentlich besser da stehen.“

Punkte mangels Erfahrung verspielt

Gleich am ersten Spieltag verspielte man beim Mitaufsteiger und aktuellen Tabellenletzten Bräunlingen fünf Minuten vor dem Ende einen Drei-Tore-Vorsprung und musste sich mit einem 6:6 zufrieden geben. Am vergangenen Sonntag unterlag man Düsseldorf trotz Feldüberlegenheit aufgrund von Defensivfehlern und verheerender Unterzahlbilanz mit 6:7.

„Natürlich hängt dies mit unserer Unerfahrenheit in der Liga zusammen“, sagt Raidl. Gerade gegen Düsseldorf rannte die Mannschaft immer wieder an, konnte gegen die taktisch gut stehenden Rams aber im Gegensatz zu den Heimsiegen gegen Kaarst (9:3) und Spaichingen (10:4) ihre läuferischen Vorteile auf der großen Fläche nicht ausspielen. „Aber ich bin mir sicher, dass sich das von Spiel zu Spiel bessert und sollten wir die Liga halten, was nach wie vor unser großes Ziel ist, werden wir uns auch mit unserer Spielweise immer besser in die Liga anpassen.“

Starke Powerplay-Bilanz, verheerende Unterzahl-Statistik

In der Statistik zeigt sich wieder einmal ganz klar eines: Strafzeiten und Überzahlspiele entscheiden die Spiele. Während man in der Überzahlstatistik eine überragende Bilanz von mehr als 50 Prozent aufweist (16 Tore in 30 Situationen) ist die Unterzahlstatistik ebenso verheerend mit 46 Prozent Gegentorquote (18 von 39 Situationen). Gegen Düsseldorf beispielsweise musste man fünf von sieben Toren bei einem Mann weniger hinnehmen. „Das waren viel zu viele Strafzeiten“, bilanzierte Kapitän Wolfgang Hiendl. „Das geht in dieser Liga einfach nicht und dass es sich rächt, sieht man ja.“

Mit dem Heimspiel gegen Bräunlingen in einer Woche beginnt nun die zweite Saisonhälfte. Mit einem Sieg gegen die Hotdogs, bei denen der Coach bereits das Handtuch geworfen hat, würde man sich von der Abstiegszone absetzen. Danach folgen noch Heimspiele gegen Köln (19.6.), Uedesheim (20.6), das Auswärtsspiel in Freiburg (26.6.), sowie weitere Heimauftritte gegen Freiburg (3.7.) und Augsburg (4.7.), bevor die Saison mit drei Auswärtsspielen ausklingt. Zumindest gegen Freiburg und Uedesheim zu Hause muss außerdem noch gepunktet werden, um sicher die Liga zu halten.