IHC Atting erwartet Schlusslicht Bräunlingen und will sich aus der Abstiegszone schießen


(mb) Am zehnten von 18 Spieltagen schon von einem Schicksalsspiel zu sprechen, mag auf den ersten Blick ein wenig weit hergeholt klingen. Doch für den IHC Atting ist das Heimspiel am Samstag um 18 Uhr gegen die Hotdogs Bräunlingen bereits ein ganz entscheidendes im Kampf um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga Süd.

Denn nach dem verpatzten Spiel gegen die Düsseldorf Rams (6:7) vor zwei Wochen stecken die Attinger anstatt im Mittelfeld weiter in der Abstiegszone fest. Aktuell hat man als Siebter nur zwei Punkte Vorsprung vor dem Neunten Freiburg und dem sieglosen Schlusslicht Bräunlingen. Allerdings hat Freiburg noch drei Spiele mehr zu absolvieren. Dazwischen steht mit Spaichingen auf Platz acht (wie Atting fünf Punkte) ebenfalls noch eine gefährdete Mannschaft.

Für die Wölfe bedeutet dies also folgendes: Bei einem Heimsieg kann man den Vorsprung auf vier Punkte vor den Hotdogs ausbauen. Verliert man allerdings, ziehen die Schwarzwälder gleich und der Kampf gegen den Abstieg geht erst richtig los. Dann müssen in den verbleibenden schweren Heimspielen gegen Köln, Uedesheim, Freiburg und Augsburg Punkte her. Allerdings haben die Bräunlinger mit dem ungleichen Verhältnis von nur noch zwei Heimspielen und gleich sechs Auswärtsspielen ein härteres Restprogramm als der IHC.

„Vier Punkte Vorsprung auf Bräunlingen wären eine tolle Sache“, sagt Trainer Markus Alzinger. „Mit einem solchen Polster in die zweite Saisonhälfte zu gehen, würde einiges erleichtern. Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen – und zwar egal wie.“ Bitter nötig dürfte dazu aber sein, von der Strafbank wegzubleiben. Beim 6:7 gegen Düsseldorf kassierten die Wölfe gleich fünf Unterzahltore.

Immerhin lichtet sich das Lazarett wieder ein wenig. Zwar fallen weiterhin Christoph Eisenschink sowie Markus Schick aus und auch Florian Tkoczs Einsatz war vor dem Spiel noch fraglich, dafür kehren mit Patrick Tkocz und Markus Edenhofer zwei Stürmer zurück. Im Tor wird diesmal wieder Raphael Heitzer stehen.

Der stand auch beim 6:6 im Hinspiel zwischen den Pfosten – ein Spiel, an das man sich aus Attinger Sicht nicht gerne erinnert, verspielte man doch mit drei Gegentoren in den Schlussminuten den Sieg. Die Schwarzwälder haben seither jedoch eine schwarze Serie hingelegt. Bis auf zwei weitere Unentschieden gab es keinen Punkt. Vorige Woche mussten sie ein 0:13 in S

Trainer Uwe Bührer trat bereits Anfang Mai von seinem Amt zurück und auch mit Verletzungen haben die Bräunlinger zu kämpfen. Die Gäste selbst bezeichneten kurz vor dem Spiel ihre Situation als „schon nicht mehr mit dem Rücken zur Wand, sondern bereits ein wenig darin festzementiert“. Das Wort Schicksalsspiel ist also für diese Partie für beide Seiten also doch durchaus angebracht.