Hoffnung im Abstiegskampf: Punktgewinn gegen Köln aber Niederlage gegen Uedesheim


(mb) Das Abstiegsgespenst geistert zwar noch am Pulverturm herum, aber die Attinger Wölfe sind auf einem guten Weg, es zu vertreiben. Denn nach einem sensationellen Punktgewinn beim 7:7 gegen Meister Köln hat die Mannschaft von Coach Markus Alzinger wieder bessere Karten im Kampf um den Klassenerhalt.

Dennoch ging es für die Wölfe in der Tabelle erst einmal zwei Plätze nach unten. Denn am Sonntag folgte ein 5:7 gegen den Tabellenvierten aus Uedesheim und die direkte Konkurrenz aus Spaichingen (8:4 gegen Düsseldorf) und Freiburg (12:9 gegen Kaarst) punktete doppelt. Aktuell steht die Mannschaft zwar auf dem vorletzten Platz, hat aber immerhin wieder einen Zähler Vorsprung vor den Hotdogs Bräunlingen, die noch ein sehr hartes Restprogramm vor sich haben.

Auch wenn am Wochenende mehr für die Attinger drin gewesen wäre – gegen Köln wurden ein 4:1- und ein 7:5-Vorsprung verspielt – war der Coach zufrieden. „Der Punkt gegen Köln war ein gewonnener Punkt“, freute sich Alzinger. „Gegen Köln überhaupt zu punkten ist schon unglaublich. Ein großes Kompliment an meine Mannschaft für die kämpferische Einstellung. Gegen Uedesheim haben wir das erste Drittel verschlafen, deshalb geht die Niederlage in Ordnung. Für uns geht es jetzt darum, auf den Leistungen aufzubauen und weitere Punkte zu holen.“ Kommendes Wochenende gastiert die Mannschaft in Freiburg.

Atting – Köln 7:7 (2:1, 3:3, 2:3)

Gegen den amtierenden Meister hatte der Coach eigentlich die Devise „alles geben und keinen Mann verlieren“ ausgegeben, aber nach den bitteren Pleiten gegen Düsseldorf (6:7) und Bräunlingen (4:5) riss sich die Mannschaft am Riemen und spielte über 60 Minuten engagiert, konzentriert und auch erfolgreich. Nach knapp 30 Minuten lag beim Stand von 4:1 sogar eine Sensation in der Luft. Dann allerdings kam das Kölner Nationalspieler-Duo Kai Esser/Robin Weisheit so richtig in Fahrt.

Auch im Schlussdrittel erspielten sich die Attinger wieder eine Führung, diesmal allerdings nur mit zwei Toren, die die Kölner in der Schlussphase erneut ausgleichen konnten. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Spielen brach die Mannschaft dann aber nicht mehr ein und konnte in der Schlussphase den Punkt verteidigen. Matthias Rothhammer hatte in den Schlusssekunden sogar noch den Siegtreffer auf dem Schläger, scheiterte aber knapp.

Atting: Heitzer – F. Tkocz, Bernhard, Mar. Rothhammer, Deichslberger, Kuhnle, Raidl, Edenhofer, Mat. Rothhammer, P. Tkocz, Hillmeier, Wolf, Hiendl;
Köln: Schlömer – Merkel, Weisheit, Stupp, Dickinson, Kemmerling, Esser, Fonken, Müller, Janssen, Bury;
Tore: 0:1 (3:51) Esser (Weisheit), 1:1 (13:11) Hillmeier (P. Tkocz), 2:1 (14:51) F. Tkocz (P. Tkocz), 3:1 (23:50) Hillmeier (P. Tkocz, 4-3), 4:1 (28:28) Mat. Rothhammer (Wolf), 4:2 (33:10) Esser (Dickinson, 4-3), 5:2 (34:49) F. Tkocz (Hillmeier, 3-4) 5:3 (35:11) Kemmerling (Weisheit, 4-3), 5:4 (35:42) Weisheit (Esser), 5:5 (43:07) Stupp (Weisheit), 6:5 (48:45) Deichslberger (Kuhnle), 7:5 (49:40) Hillmeier (P. Tkocz), 7:6 (52:12) Janssen (Weisheit), 7:7 (58:00) Müller (Weisheit);
Schiedsrichter: Puz, Rajic (Augsburg);
Strafminuten: Atting 10, Köln 8;
Zuschauer: 160.

Atting - Uedesheim 5:7 (0:3, 2:2, 3:2)

Mit dem Punktgewinn im Rücken hatten sich die Fans am Sonntag deshalb mehr von der Mannschaft erhofft. Diese geriert jedoch früh auf die Verliererstraße, weil die körperlich robusten und gleichzeitig flinken Chiefs aus der Neusser Vorstadt um die beiden holländischen Nationalspieler Kees Slagmolen und Stefan Collard konsequent ihre Chancen ausnutzten. Schon nach knapp 25 Minuten stand es 0:4, bevor die Attinger in Schwung kamen.

Matthias Rothhammer und Kapitän Wolfgang Hiendl verkürzten auf 2:4, doch Uedesheim schlug wenige Sekunden vor der zweiten Pause erneut zu. Im Schlussabschnitt zeigten die Attinger dann angeführt vom starken Hiendl eine Energieleistung. Der Kapitän selbst verkürzte in Überzahl erst auf 3:5, dann fand ein Fernschuss von Florian Tkocz den Weg in die Maschen. Allerdings war die Mannschaft nun offen für Konter und einen solchen verwandelten die Gäste in der 56. Minute zur Vorentscheidung. Nur eine Minute später entschieden sie das Spiel durch einen Überzahltreffer.

Atting: Meier – F. Tkocz, Bernhard, Mar. Rothhammer, Deichslberger, Kuhnle, Raidl, Edenhofer, Mat. Rothhammer, P. Tkocz, Hillmeier, Wolf, Hiendl, Schmidhuber;
Uedesheim: Baumgarth – Komor, Thürmann, Kreuzmann, Kyei-Nimako, Collard, Woidke, Clemens, Slagmolen, Hausmann, Bromé;
Tore: 0:1 (3:44) Clemens (Thürmann), 0:2 (10:55) Collard (Bromé, 4-3), 0:3 (14:40) Clemens, 0:4 (24:13) Thürmann (Slagmolen, 4-3), 1:4 (26:54) Mat. Rothhammer (Schmidhuber), 2:4 (33:40) Hiendl (Hillmeier, 4-3), 2:5 (39:30) Woidke (Clemens), 3:5 (45:37) Hiendl (F. Tkocz), 4:5 (49:54) F. Tkocz, 4:6 (55:01) Clemens (Thürmann), 4:7 (56:57) Slagmolen (Kreuzmann, 4-3), 5:7 (58:11) Mat. Rothhammer (Deichslberger);
Schiedsrichter: Bührer (Merdingen), Wieberneit (Zweibrücken);
Strafminuten: Atting 8, Uedesheim 8;
Zuschauer: 140.

Inline-Skaterhockey Bundesliga, Gruppe Süd, Ergebnisse vom Wochenende: Spaichingen - Düsseldorf 8:4, Atting - Köln 7:7, Augsburg - Uedesheim 8:6, Freiburg - Kaarst 12:9, Atting - Uedesheim 5:7;