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Der Außenseiter fordert den Favoriten: Duell mit den Tigers am Donnerstag um 19.30 Uhr (mb) Wenn Amateure Profis herausfordern, gibt es meist einen klaren Favoriten. Fordern allerdings die Amateure die Profis auf ungewohntem Terrain heraus, ist die Favoritenrolle in Gefahr. So könnte es auch sein, wenn der Inlinehockey-Erstligist IHC Atting am kommenden Donnerstag, den 8. Juli, um 19.30 Uhr die Straubing Tigers auf Inlineskates und mit Ball aufs Plastik-Parkett im Straubinger Eisstadion bittet.
Gleichzeitig ist der Schaukampf, der von beiden Seiten als rein freundschaftliche Begegnung gesehen wird und zudem einem guten Zweck dient, eine Art „Eisstadionübergabe“. Denn die Wölfe beenden ihre Heim-Saison am Pulverturm, wo ab dem 13. Juli die Vorbereitungen für die neue Saison der Tigers getroffen werden. Dann werden die knapp 1.700 Quadratmeter Inlinehockeybelag wieder entfernt und es wird mit der Eisaufbereitung begonnen.
Bevor die Tigers allerdings aufs Eis gehen (am 2. August startet das Trainingslager), müssen sie sich auf für viele ungewohntem Belag beweisen. „Für uns ist das am Anfang bestimmt ein wenig komisch, denn die Bewegungsabläufe sind ganz anders – vor allem das Bremsen“, so Tigers-Trainer Jürgen Rumrich. „Ich musste mich bei meinen Spielern ohnehin erst mal umhören, ob auch alle Inlineskates besitzen, bevor ich sie aufstellen konnte.“
Für die Attinger war das natürlich kein Problem. Die Spieler, die dreimal pro Woche von Coach Markus Alzinger zum Training gebeten werden, fiebern dem Duell mit den Profis bereits entgegen.. IHC-Verteidiger Florian Tkocz kündigte schon einmal an, die Tigers dürfen „sich warm anziehen“, wobei bei den aktuellen Temperaturen im Eisstadion wohl vermehrt der Schweiß rinnen dürfte. Tigers-Coach Rumrich meint scherzhaft: „Ich hoffe, wir können mithalten, denn ich habe gehört, die Attinger können auf dem Belag bremsen wie auf Eis.“
Die Tigers-Fans dürfen sich auf die Neuzugänge Jan Guryca, Florian Ondruschka, Benedikt Brückner oder Max Forster freuen, auch Rekonvaleszent Tobias Draxinger soll dabei sein und eventuell Billy Trew sowie etliche weitere. „Wenn es sein muss, spiel ich auch selbst mit, aber ich denke, wir bekommen locker zwei Reihen zusammen und ich kann wie gewohnt von der Bande aus zusehen“, sagt Rumrich, der während seiner aktiven Zeit auch ein paar Mal die Inliner schnürte. „Wenn man allerdings neun Monate im Jahr Eishockey spielt, macht man im Sommer eher etwas anderes“, sagt der Coach. „Ich habe immer viel Tennis gespielt.“
Auf die Idee zu diesem Schaukampf auf Rollen waren die Verantwortlichen des Inlinehockey-Clubs übrigens schon länger gekommen. Vor zwei Jahren duellierten sich in Düsseldorf der Inlinehockey-Bundesligist Düsseldorf Rams und eine Auswahl des DEL-Clubs Metro Stars. Damals siegten übrigens standesgemäß die Profis, was die Amateure natürlich diesmal ändern wollen.
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