Erster Bundesliga-Auswärtssieg: 9:5 bei Hitzeschlacht in Kaarst


(mb) Damit dürfte der Klassenerhalt wohl endgültig sicher sein: Der IHC Atting holte sich am Samstag durch ein 9:5 (3:3, 4:1, 2:1) bei den Crash Eagles Kaarst nicht nur den ersten Auswärtssieg in der 1. Bundesliga Süd, sondern vergrößerte den Abstand auf den einzigen Abstiegsplatz gleichzeitig auf sieben Punkte.

Schlusslicht Hotdogs Bräunlingen verlor gleichzeitig mit 2:8 gegen die Düsseldorf Rams. In ihren fünf noch ausstehenden Spielen könnten die Schwarzwälder zwar theoretisch noch zehn Punkte einfahren, vier der fünf Spiele finden aber auswärts und teilweise bei Play-off-Kandidaten statt. Die Wölfe verbesserten sich durch den Sieg gleichzeitig auf den sechsten Tabellenplatz.

„Was wir am Samstag geleistet haben, ist eigentlich unglaublich“, so Attings Trainer Markus Alzinger, der kurzfristig nur auf neun Spieler und einen Goalie zurückgreifen konnte – und das bei Temperaturen von knapp 40 Grad in der Sporthalle in Büttgen. „Vor dem Spiel wurde mit den Schiedsrichtern und dem Spielleiter diskutiert, ob wir das Spiel kurzfristig wegen der Bedingungen absagen, aber wir haben uns Gott sei Dank dagegen entschieden“, so Alzinger, der auf alle ihm zur Verfügung stehenden Auszeiten zurückgriff.

Die zahlenmäßig überlegenen Kaarster starteten aber besser in die Partie, führten zwischenzeitlich schon mit 2:0 und 3:1, ehe die Attinger das Heft in die Hand nahmen und noch vor der ersten Pause zum 3:3 ausglichen. Die Anfangsminuten des zweiten Drittels gehörten ihnen dann ganz, denn innerhalb von 180 Sekunden schossen sie einen Drei-Tore-Vorsprung zum 6:3 heraus, der letztlich vorentscheidend war. Denn auch den vierten Kaarster Treffer beantworteten sie prompt.

Im Schlussdrittel legten die Wölfe dann zwei weitere Treffer nach. Die Crash Eagles waren an diesem Tag nicht mehr in der Lage, den Abwehrverbund der Attinger zu knacken. Coach Wolfgang Hellwig meinte: „Das war heute ein Spiel, in dem nichts gelaufen ist, und in dem wir noch Stunden hätten spielen können, ohne etwas zu gewinnen.“

Für die Wölfe, die mit 16 von 18 Partien bereits die meisten der gesamten Liga absolviert haben, ist nun erst einmal bis zum 21. August Sommerpause. Dann findet das letzte Derby der Saison gegen Schwabmünchen statt, zwei Wochen später muss man in Düsseldorf antreten. Der Klassenerhalt könnte aber vielleicht schon vorher feststehen, denn Bräunlingen muss am kommenden Wochenende gleich zweimal antreten. Bleiben die Hotdogs ohne Punkte, darf der Attinger Aufstiegsslogan „1. Liga – Atting ist dabei“ in „1. Liga Atting bleibt dabei“ umgedichtet werden. „Wir sind jetzt wirklich ganz dicht dran“, so Alzinger. „Aber hundertprozentig sicher ist der Klassenerhalt eben noch nicht. Zu früh feiern dürfen wir deshalb nicht.“

Kaarst: Inger, (ab 24. Khazaei) – Geiß, Dietrich, Hellwig, Benken, Walczok, Hoffmann, Marke, Drehmann, Höfgen, Neuhausen, Winter, Bürgers;
Atting: Meier – F. Tkocz, Mar. Rothhammer, Hiendl, Deichslberger, Kuhnle, Edenhofer, P. Tkocz, Wolf, Mat. Rothhammer;
Tore: 1:0 (3:31) Mackenstein (Benken), 2:0 (7:26) Hoffmann, 2:1 (8:29) Kuhnle (Wolf), 3:1 (14:30) Drehmann (Dietrich, 5-4), 3:2 (14:41) Mat. Rothhammer (Mar. Rothhammer), 3:3 (17:17) Hiendl (F. Tkocz, 4-3), 3:4 (20:27) Hiendl (Wolf), 3:5 (21:50) P. Tkocz, 3:6 (23:00) F. Tkocz (Edenhofer), 4:6 (31:25) Marke, 4:7 (33:28) Mat. Rothhammer (P. Tkocz), 4:8 (46:31) Mat. Rothhammer (F. Tkocz, 4-3), 5:8 (48:30) Drehmann (Hellwig, 4-3), 5:9 (53:58) Wolf (F. Tkocz);
Schiedsrichter: Klüting (Iserlohn), Buß (Lüdenscheid);
Strafminuten: Kaarst 8, Atting 9;
Zuschauer: 35;