Rückblick auf den Europacup: Junioren erreichen Platz sieben in Bochum


(mb) Mit dem siebten Platz beim Europacup in Bochum verfehlten die Junioren des IHC Atting ihre Zielvorgabe Halbfinale klar. Nach einer durchwachsenen Vorrunde und Platz vier war für die Mannschaft von Trainer Martin Amann schon im Viertelfinale beim späteren Titelträger Crefelder SC Endstation.

Dennoch war der Coach mit der Leistung seines Teams zufrieden. „Zwar sind nicht alle Spiele optimal gelaufen und wir hatten oft Pech im Abschluss, aber letztlich können wir stolz auf das sein, was wir als Nachrücker erreicht haben. Immerhin sind wir das siebtbeste Team in Europa.“ Als dritter der deutschen Meisterschaften im Herbst vergangenen Jahres war die Mannschaft nur aufgrund des Verzichts des dänischen Landesmeisters ins Starterfeld gerückt.

Bei Temperaturen von weit mehr als 30 Grad in der Bochumer Rollsporthalle machte sich schnell die geringe Kadergröße der Attinger bemerkbar. Die Mannschaft war nur mit zwei Reihen angetreten. Nach einer 1:4-Auftaktniederlage gegen die starken Briten aus Wigan und einer Standpauke des Coaches fand die Mannschaft dann aber besser ins Turnier und besiegte den holländischen Meister den Bosch mit 2:1.

Eine durchaus mögliche bessere Platzierung wurde dann allerdings in den folgenden beiden Spielen verschenkt. Erst kassierte man gegen den Schweizer Vertreter IHC La Broye kurz vor Schluss ein Gegentor zum 3:3-Endstand, dann schaffte man es gegen die gastgebenden Bochum Lakers nicht, aus der großen spielerischen Überlegenheit Kapital zu schlagen und verlor mit 0:1. Nicht nur in diesem Spiel zeigte sich, dass dem Team ein echter Torjäger fehlte. Top-Scorer Florian Weidenbach hatte die Reise nach Bochum nicht angetreten.

So ging man anstatt als Gruppenzweiter nur als Vierter in die Platzierungsspiele und traf im Viertelfinale auf den Top-Favoriten aus Crefeld. Dort lieferte die Mannschaft um den fantastisch haltenden Nationalgoalie Alexander Herzog zwar ihr bestes Turnierspiel ab, gegen die mit vier Reihen anstürmenden Skating Bears musste sie sich aber dennoch mit 1:3 geschlagen geben. Noch enttäuscht über die Niederlage wurde das erste der beiden Platzierungsspiele um die Ränge fünf bis acht gegen La Broye mit 1:2 verloren. Das Gegentor fiel dabei ausgerechnet in der letzten Minute. Immerhin behielt die Mannschaft dann im Spiel um Platz sieben gegen die Raptors aus der Wiener Neustadt klar mit 7:3 die Oberhand.

In diesem Spiel zeigte dann auch Tim Bernhard, warum er schon am ersten Turniertag von A-Nationaltrainer Manfred Schmitz erneut zu künftigen Lehrgängen eingeladen wurde. Er schoss seine Mannschaft zum Sieg und zeigte auch ein Zaubertor, wie man es sonst nur von echten Profis sieht. Bernhard wurde zusammen mit Herzog den beiden Crefeldern Marcel Noebels und Sebastin Müller sowie dem Briten Andrew Baybutt ins All-Star-Team gewählt.

„Das zeigt, welch starke Spieler wir in unseren Reihen haben. Tim und Alexander haben ein hervorragendes Turnier gespielt“, so Amann, der sich nur über die Schiedsrichterleistungen ärgerte. „Für in internationales Turnier waren die Leistungen zu inkonstant. Gesunde Härte und faire Checks wurden zu oft abgepfiffen.“

Die Ergebnisse: Vorrunde: IHC – Wigan Warlords 1:4, IHC – Daredevils den Bosch 2:1, IHC La Broye – IHC 3:3, Bochum Lakers – IHC 1:0; Viertelfinale: Crefelder SC – IHC 3:1; Platzierungsspiele: IHC La Broye – IHC 2:1; Wiener Neustadt Raptors – IHC 3:7;

Der IHC Atting möchte sich noch einmal beim internationalen Verband IISHF für die Einladung zum Turnier und auch bei den gastgebenden Bochum Lakers für die gute Organisation bedanken.