Nach dem Klassenerhalt: Trainer, Stadion und Ligareform im Blickpunkt (mb) Der Aufstiegsslogan „1. Liga – Atting ist dabei“ darf in „1. Liga – Atting bleibt dabei“ umgeschrieben werden. Denn nach den beiden Niederlagen der Hotdogs Bräunlingen am vergangenen Wochenende steht fest, dass der IHC Atting auch in der kommenden Saison in der höchsten deutschen Spielklasse an den Start gehen darf.
Das Schlusslicht aus dem Schwarzwald verlor erst am Samstag knapp mit 3:4 das Derby beim Vorletzten aus Spaichingen, um dann am Sonntag ebenso knapp mit 3:5 gegen Uedesheim als Verlierer vom Feld zu gehen. Bei nur noch drei ausstehenden Spielen können die Mitaufsteiger somit nur noch auf maximal elf Punkte kommen. Die Wölfe haben dagegen bereits jetzt zwölf Zähler und können nicht mehr auf den einzigen Abstiegsplatz abrutschen.
„Ich bin unglaublich froh und stolz auf meine Mannschaft“, sagte Coach Markus Alzinger, der während der Saison immer betonte, dass er fest an den Klassenerhalt glaube. „Es ist toll, was wir als Aufsteiger erreicht haben.“ Somit könnte auch sein persönlicher Traum in Erfüllung gehen, denn der Coach will in Zukunft wieder seine Skates schnüren. „So komme ich auch noch zu meinen Einsätzen in der 1. Liga.“ Vorher muss allerdings ein neuer Trainer gefunden werden.
Möglich wurde der vorzeitige Klassenerhalt durch einen starken Endspurt mit zuletzt drei Siegen in Folge. Zum Abschluss der Heimsaison Anfang Juli wurden nicht nur die Freiburg Beasts (8:5), sondern auch sensationell Tabellenführer TV Augsburg (4:3) besiegt. Dem folgte am vorvergangenen Wochenende beim 9:5 in Kaarst noch der erste Erstliga-Auswärtssieg. Durch diese überraschenden Punkte sowie auch durch ein 7:7 gegen Meister Köln machte man die bitteren Heimniederlagen gegen Bräunlingen (4:5) und Düsseldorf (6:7) wieder wett. Interessant: Hätte die Mannschaft auch diese beiden Spiele gewonnen, befände sie sich sogar im Rennen um die Play-offs.
Doch die Endrunde ist derzeit und wohl auch im kommenden Jahr in weiter Ferne. Nach den beiden letzten Spielen gegen Schwabmünchen (21.8.) und Düsseldorf (5.9.) interessieren die Verantwortlichen neben der traditionell schwierigen Trainersuche zwei andere Dinge: Zum einen ist dies die Stadionfrage. Denn inwieweit das Straubinger Eisstadion im kommenden Sommer umgebaut und daher fürs Inlinehockey zur Verfügung steht, ist noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt.
Zum anderen hat der Verband ISHD für die Saison 2012 eine große Ligareform angekündigt. Dann sollen die beiden Bundesliga-Gruppen zusammengelegt werden. Im Raum stehen 12 Teams. Derzeit spielen 21 Mannschaften in beiden Gruppen. Dies würde bedeuten, dass im kommenden Jahr erst Platz sechs den Klassenerhalt bedeuten würde. Eine Arbeitstagung der ISHD in den kommenden Wochen soll Klarheit bringen.
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